Unter dem Motto „BiG – Believe in God“ haben sich in den Herbstferien junge Christen aus Nordrhein-Westfalen bei Workshops und Seminaren informiert, ausgetauscht und vernetzt.
[Sprockhövel] Das war vielen jugendlichen Teilnehmern des 1. BiG-Kongresses bestimmt nicht bekannt: „Sprockhövel ist die Wiege des Ruhrkohlenbergbaus, hier finden sich die ältesten bekannten Kohle führenden Flöze des Ruhrgebiets“, so begrüßte Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid die 380 Kongressbesucher, die sich am Samstagvormittag in der Sprockhöveler Glückauf-Halle eingefunden hatten.
Seit der Schließung der letzten großen Zeche „Alte Haase“ im Jahr 1969 ist der Kohlenbergbau in Sprockhövel Geschichte. Geht es nach dem Willen der Kongressveranstalter, dann soll die kleine Stadt im südlichen Ruhrgebiet erneut zur Wiege einer großen Bewegung für das Revier und seine fast fünf Millionen Einwohner werden. Das Kürzel dafür heißt BiG und steht nach den Worten von Pastor Alexander Kampmann für einen „dynamischen Aufbruch von jungen Leuten der Adventjugend in Nordrhein-Westfalen, dem Jugendverband der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten“.
Nach dem Grußwort des Stadtoberhaupts wandte sich Pastor Gilbert Cangy an die jungen Zuhörer. Ausgehend von dem biblischen Bericht über den Priesterschüler Samuel ermutigte der gebürtige Australier die Jugendlichen, ihre Berufung anzunehmen, nicht tatenlos sitzenzubleiben, sondern aufzustehen und etwas zu tun.
Tatsächlich engagierten sich die Jugendlichen während des fünftägigen Treffens für verschiedene soziale Projekte der Stadt. Sie reinigten den Radweg vom Müll, strichen Wände in Schulen und Kindergärten und besuchten Demenzkranke im Altenheim.
Zuletzt bedankten sie sich bei den Bürgern Sprockhövels mit 1500 Rosen für deren Gastfreundschaft. Eine ältere Dame zeigte sich gerührt: „Man merkt wirklich, dass das kleine Geschenk von Herzen kommt.“ Und ein Ehepaar mit Kleinkindern ergänzte: „Man bekommt heute fast nie mehr etwas geschenkt, deshalb finden wir diese Aktion sehr nett“.
Für die jungen Gläubigen war schon am Freitagabend ein besonderes Fest, als sich eine Jugendliche durch völliges Untertauchen in einem kleinen Becken für den christlichen Glauben entschied. Fast 300 Jugendliche wohnten dieser Tauffeier bei. Vielen wird dieses seltene Erlebnis unvergessen bleiben.
Insgesamt ziehen die Veranstalter ein positives Fazit. Veranstaltungsleiter Kampmann: „Wir sind von dem überaus bejahenden Feedback der Jugendlichen überrascht und freuen uns darauf, im nächsten Jahr weiter daran arbeiten zu können.“ Ähnlich äußerten sich jugendliche Teilnehmer, wie Lea K. aus Sprockhövel: „Besonders die Andachten und der Gottesdienst haben mir gefallen. Manches war anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Es hat so viel Spaß gemacht, das muss man wiederholen!“ Jan K. aus Ratingen war vom Video-Team begeistert: „Ich bin im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei.“
Für 2012 sind neue BiG-Termine längst geplant: Am 17. März wird es mit Ruben Grieco in Witten einen sogenannten BiG-Sabbat geben, vom 10. bis 15. April folgt mit Martin Böhnhardt in Herne eine BiG-Aktionswoche und in den Herbstferien soll in Sprockhövel zwischen dem 10. bis 14. Oktober der 2. BiG-Kongress stattfinden. Als Sprecher werden Michael Dörnbrack und Eddy Hypolite aus England erwartet. Mehr Information zum BiG-Aufbruch gibt es auf www.adventjugend-nrw.de.
Mit den BiG-Veranstaltungen folgen die Organisatoren dem unter Jugendlichen zunehmenden Trend, in einer eigenen Spiritualität Antworten auf die Sinnfragen des Lebens zu finden und einen persönlichen Gott zu erfahren. „Viele von ihnen wollen den Glauben praktisch erleben und konkret ausprobieren.“ Das BiG-Konzept bietet Raum, sich mit Gleichaltrigen von dem christlichen Glauben berühren zu lassen. Neben viel Spaß und Geselligkeit gehören auch soziale Aktionen, Straßenkampagnen, Kreativ-Abende, Erfahrungsberichte und Jugendprojekte zum Programm.











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